„Wir hatten einen schlechten Überblick — der ganze Auftrag ist geplatzt.“
Als „Digital Native“ hatte Thomas Deisler eigentlich alles im Griff: Aufträge eingescannt, ordentlich in Windows-Ordnern abgelegt, in PDFs vermerkt, wer wann was gesagt hat. Für 200–300 Kunden im Jahr funktionierte das.
Mit dem Wachstum kippte das System. Termine im Google Kalender, Bestellungen im E-Mail-Postfach, Rechnungen in Vorlagen, jede Information an einem anderen Ort — nichts miteinander verknüpft. Der Kundenname wurde bei jeder Bearbeitung neu abgetippt.
„Bei tausend oder tausendfünfhundert Kunden muss man stundenlang nur mit dem Suchen von Informationen verbringen.“
Dann kam der Auftrag, der alles änderte: ein Großauftrag, viele Bestellungen — und eine einzige Rückfrage, die in der E-Mail-Flut unterging. Auftragsbestätigung blieb aus, Zeitplan konnte nicht gehalten werden, Auftrag geplatzt. „Wie können wir das in Zukunft vermeiden?“